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iPhone U.S.A.

Als wir umgezogen sind, stand für uns fest, dass wir unsere iPhone Mobiltelefone in den Staaten natürlich weiterverwenden wollen. Technisch ist das überhaupt kein Problem, da die beiden Modelle bereits werksseitig niemals Net- oder Simlocked waren. Lediglich die preisliche Gestaltung hat uns etwas Kopfschmerzen bereitet. Als wir zur Greencard Aktivierung in Colorado unterwegs waren, haben wir uns mit einer SIM Karte vom Anbieter Simple Mobile ausgeholfen. Der Anbieter hat von vornherein betont, dass er keine 3G Verfügbarkeit anbietet. Mobile Daten würden also maximal mit EDGE Geschwindigkeit auf dem iPhone ankommen und versandt. Die Netzabdeckung war aber für unsere Zwecke ausreichend und die Sprachqualität amerikanischer Standard. (Für deutsche Verhältnisse natürlich natürlich nicht mit der viel beworbenen D-Netz-Qualität zu vergleichen)

Als wir dann im September nach San-Diego zogen, haben wir uns wieder nach einem PrePaid Angebot umgesehen. Bei H2O Wireless gab es für einen ähnlichen Betrag eine SIM Karte für das AT&T Netz, inklusive 3G und international Calling. Der Pferdefuss diesmal war, dass der Account nur Online und nur mit einer amrikanischen(!) Kreditkarte aufgeladen werden konnte. Zum Glück waren wir damit bereits ausgestattet.

Der amerikanische Ableger der Telekom, die t-mobile USA, bewirbt seine neusten Telefonangebote mit Tarifen der Monthly 4G Serie. Online kann man sich kostenlos eine micro-SIM bestellen und dann wiederum Online für nur $30 unlimited Data (5GB) & SMS und 150 Sprachminuten monatlich buchen. Technisch bedingt ist aber das iPhone nicht in der Lage, dass 3G/4G Netz von tmobile USA zu benutzten. Ähnlich wie bei Simple Mobile steht also wieder nur EDGE zur Datenübertragung zur Verfügung. Wie ich jetzt festgestellt habe, ist allerdings die Netzabdeckung KATASTROPHAL. Zumindest in der greater San Diego Area. Das Telefonieren ist eigentlich immer möglich, allerdings steht die Datenübertragung nur sehr selten zur Verfügung und wenn, dann auch selten im vollen Umfang.

Jetzt habe ich das 2 Monate lang mitgemacht ausgehalten* und probiere als nächsten eine µSIM vom Anbieter Straight Talk. Die kostet inklusive Steuern und Shipping im ersten Monat $69.59, in jedem weiteren allerdings nur $45. Der Anbieter benutzt wieder das AT&T Funknetz, es steht also auch theoretisch eine ausreichende Daten-Netzabdeckung zur Verfügung.

*) Ich kann natürlich keine Aussage darüber treffen, wie das 4G Datennetz von tmobile hier ausgebaut ist bzw. wie die Abdeckung ist, wenn man ein tmobile Phone damit verwendet.

Bankkartenbetrug

Als wir unsere Konten bei Chase eröffnet und die zugehörige App zum Banking auf unsere iPhones geladen hatten, haben wir auch die Mitteilungsoption aktiviert, sodass wir automatische Benachrichtigungen auf unsere Telefone bekommen, sobald sich auf unseren Konten was tut.

Als ich neulich Sonntag Nachmittags auf dem Sofa saß und mein Telefon mich darüber informiert, dass ich meine EC-Karte gerade in Kuala Lumpur eingesetzt habe, hab ich mir erst gewundert und dann die Hotline meiner Bank angerufen. Meine Karte wurde dann von dem Mitarbeiter am Telefon gleich gesperrt und da die Zahlungen noch verbucht gewesen waren (Status: Pending) sollte ich mich wieder melden sobald das Geld wirklich von meinem Konto verschwunden sei.

Zwei Tage später war das Geld verbucht und ich bin morgens in die Bank gelaufen und habe den Vorfall nochmal dem Berater in der Filiale vorgetragen.

Berater: “Sind Sie sicher, dass Sie diese Ausgabe nicht tatsächlich getätigt haben? Evtl erinnern Sie sich nicht mehr dran.”
Ich: “Ich war noch nie in Kuala Lumpur.”
Berater: “Gut, dann ist das recht offensichtlich. So, dann müssen wir gleich mal… hmm… die Karte ist ja gar nicht mehr aktiv.”
Ich: “Klar, die hab ich ja auch schon sperren lassen.”
Berater: “Woher wussten Sie, dass Sie das machen müssen?”
Ich: (tausend flapsige Antworten schießen mir durch den Kopf) “…ähm… weil die Karte doch sonst wieder benutzt wird?!”
Berater: “Dann ist das ja gut.”

Ich musste dann noch ein Formular ausfüllen, um den Fraud (=Betrug) ordnungsgemäß zu filen (=erfassen), musste dafür unterschreiben, dass ich die PIN ganz sicher NICHT auf oder neben der Karte notiert hatte und dass ich auch niemanden anderen meine Karte hab nutzen lassen.
Nachdem das Formular weggefaxt wurde, hatte ich das Geld innerhalb weniger Stunden wieder auf meinem Konto.

Zur Abwechslung mal eine sehr positive Erfahrung, wenngleich mich das rund 1,5 Stunden insgesamt gekostet hat.

Kreditkartenwirtschaft

Preapproved Credit Cards

Das deutlichste Symbol für den amerikanischen Kapitalismus ist und bleibt die Kreditkarte. Es gibt nur wenige Bereiche in denen Cash höher geschätzt wird, als die Plastikkarte.

Eine Kreditkarte zu bekommen ist nicht ganz so einfach. Wenn man dann aber mal eine hat, dann werden einem die nächsten Karten fast schon aufgedrängt. Sobald man bei den drei Instituten vermerkt ist, die den Credit-Score errechnen, erhält man in der täglichen Post “unschlagbare” Angebote, die einem immer “mehr Geld” versprechen. Natürlich sind das die Kartenangebote für den Einstiegskunden. Diese sind häufig die schlechtesten, die das Geldinstitut zu bieten hat.

Der Brief, der heute in der Post war, ist bereits im Shredder gelandet…

 

Convenience Food

Wann immer wir die Möglichkeit haben, also meistens am Wochenende, kochen wir uns “was Richtiges” anstatt einfach in den Froster zu greifen und was in der Mikrowelle aufzutauen. In Amerika ist es allerdings deutlich schwieriger die geeigneten Zutaten dafür zu bekommen. Das meiste “Food” ist bereits so weit “processed”, also verarbeitet, dass es bereits als fertige Mahlzeit angeboten wird. Frisches Fleisch, Obst und Gemüse ist noch dazu deutlich teurer. Die einfache Überlegung im Laden ist dann natürlich,

“Warum die teuren Zutaten kaufen, wenn die fertige Mahlzeit viel schneller, bequemer und billiger ist?”

Wir achten also in den zahllosen Prospekten und Couponheften verstärkt darauf, wann z.B. Kartoffeln, Zwiebeln oder Putenbrust im Angebot ist. Sehr häufig gibt es auch mal die Möglichkeit Produkte kurz vorm “Ablaufdatum” (für den Verkauf) preisgünstiger zu erwerben. Dabei ist allerdings die Auswahl dann noch eingeschränkter.

The Hunger Games

The Hunger Games Buch 1

So, Buch #1 fertig.

Ich mag das Universum und dessen mix aus SciFi und Fantasy. Bei mir ist Katniss allerdings mind. 2 Jahre älter als im Buch, denn die Story ist schon abgefahren genug mit der eigentlichen “target Audience” im Hinterkopf. Und was die Protagonistin während der Hunger Games zu leisten hat ist für meinen Geschmack doch etwas zu abenteuerlich bzw. unglaubwürdig. Allerdings ist Ihr angegebenes Alter von 16 Jahren eher passend, wenn man sich entlang der (angeblichen?) Love Story orientiert.

Effektiv habe ich 3 Tage für die ersten 388 Seiten gebraucht und natürlich endet es mit einem Cliffhanger. Der Vorteil ist aber, dass bereits die komplette Trilogie erschienen ist und ich sofort im 2. Buch weiterlesen kann. :)

Customer Service in Amerika

Kundenservice in Amerika wird vordergründig ganz groß geschrieben. Fast überall ist ein freundlich wirkender Mitarbeiter bereit meine Fragen als Kunde entgegen zu nehmen. Der “Customer Service” in Amerika ist aber vom Servicemitarbeiter aus Deutschland durch ein ganz eklatantes Kriterium zu unterscheiden:

famfamfam usa flag mini In Amerika ist es Service, wenn der Mitarbeiter bei einer Aufgabenstellung weiterhilft, die der Kunde eigentlich selbst lösen können müsste, dazu aber schlicht und einfach zu faul ist.

famfamfam de flag mini In Deutschland hingegen soll dieser Mitarbeiter auch bei Problemen hilfreich sein, die der Kunde nicht aus eigener Kraft oder ohne erheblichen Mehraufwand eigenständig bewältigen kann.

Von der Servicekraft in den Staaten sollte man auf keinen Fall eine solche Hilfestellung erwarten. Im besten Fall warten sie im Laden am Schalter während der Mitarbeiter in der Warteschleife der Hotline hängt statt in ihrem gemütlichen Schreibtischstuhl zu sitzen und das Gespräch selbst zu führen. Im schlimmsten Fall bekommen sie eine inkompetente, unqualifizierte oder schlichtweg falsche Antwort, weil der Mitarbeiter sich nicht eingesteht, dass er zu dumm zum selbstständigen Denken ist. Wenn zu ihren ungunsten darauf hin auch noch Kosten verursacht werden, dann bleibt in den meisten Fällen nur noch der viel geübte Gang zur Rückgabestelle. Dieser funktioniert überraschenderweise in jeden Fall sehr gut. Da ist man dann nicht so pingelig. Schliesslich soll auch ein unzufriedener Kunde noch mal wiederkommen. Lieber schickt man den Kunden mit dem falschen Produkt nach Hause, das er natürlich brav bezahlt und nur dann zurück bringt, wenn er dazu nicht auch noch zu faul ist. Umtauschen können die Amerikaner…

Average unique fast food

unique fast food

This microwaveable product was designed with my unique needs in mind. Well, nobody asked me what I need to begin with and I am pretty unsure about what I need from a microwave fast food meal. So what might it be that I need?

The word unique is really stressed in the 4 sentences. But riddle me this: How can your product fit the unique need of me if you sell it in a store for average Joe? The best you really can shoot for is your average customer. And by definition AVERAGE is the opposite of unique.

And being UNIQUE is not a statement of quality in itself. To be unique does not mean that something is especially good or bad. So even if your unique need would be “a convenient fast food snack” how many Joes have this need as well. Do you still feel unique about it?

In other words: “just as much”

the ad is a lie - just as much

The product text on the back of the box says:

Good to Know – Yes, during taste test research, consumers liked our NEW Whole Grain Meat & Sauce Lasagna just as much as their current BRANDNAME favorites.

In other words:

There is nothing special about this product. It really is the same like everything else.

If customers like their current favorites, they like this product as much. If they don’t like there favorite or they have non, they don’t like this product either. This statement is true as soon as the first participating customer checks this statement on it’s questionnaire as the textbox doesn’t make a qualified statement about any number of consumers inquired.